Pilgerwege

Steigerwälder Jakobsweg - von Bamberg nach Uffenheim

76 Kilometer von Bamberg nach Uffenheim

Der Steigerwälder Jakobsweg führt, wie es der Name schon ausdrückt, quer durch den Steigerwald. Er beginnt an der Jakobskirche in Bamberg und endet in Uffenheim, wo er auf den „Fränkisch-Schwäbischen Jakobsweg“ trifft, der von Fulda und Würzburg kommend nach Rothenburg o.d.Tauber und weiter nach Ulm führt.

Damit stellt er die  kürzere, aber auch anspruchsvollere Alternative zum Zweig des Jakobsweges dar, der von Lichtenfels über Bamberg nach Nürnberg geht und von dort den Pilger ebenfalls nach Rothenburg und Ulm führt.

Bereits in den vergangenen Jahren haben viele Pilger, die zielstrebig nach Süden wollten, diesen Weg genutzt, obwohl er nicht als Jakobsweg benannt und beschildert war. Hierzu nutzten sie den Kunigundenweg (Markierung: Doppelturmkirche = Bamberger Dom und Kunigunde) und ab dem Iffigheimer Berg den Johann-Ludwig-Klarmann-Weg (Markierung: Roter Löffel), die seit vielen Jahren vom Steigerwaldklub als Fernwanderwege markiert und betreut werden.

Der nun markierte Steigerwälder Jakobsweg nützt, außer auf dem Wegstück von Bamberg über Stegaurach bis Grasmannsdorf, diese beiden Fernwanderwege.

Eine kurze Wegbeschreibung:

Bamberg – Schlüsselfeld  (27 km)

Der Steigerwälder Jakobsweg beginnt an der Jakobskirche in Bamberg und führt bergauf der Straße nach Wildensorg folgend. Kurz nach Ende des Gehweges, am runden Unterstand, biegt der Weg erst nach links (von hier ein schöner Blick auf Bamberg) und dann nach kurzer Zeit wieder nach rechts ab und führt bergab durch eine Siedlung zur Hauptstraße von Wildensorg.

 Dieser folgen wir 200 m nach links und biegen  dann rechts auf eine ausgebaute Straße in Richtung Stegaurach ab.

Hier treffen wir auch auf eine Stele mit einer Jakobsmuschel, die von Inhaftierten der Jugendvollzugsanstalt Ebrach gestaltet wurde. Weitere Stelen werden folgen.

Durch die offene Feldflur gelangen wir auf dem geteerten Radweg nach Stegaurach. Durch eine Wohnsiedlung führt der Weg zur Hauptstraße (Einkaufsmöglichkeit und Einkehr). Dort geht es 200 m nach rechts (zur sehenswerten Kirche) und dann links auf die Straße nach Hartlanden.

An der Siebenschläferkapelle mit einer weiteren Jakobus-Stele wenden wir uns nach rechts. Wir durchqueren Dellern, streifen Dellerhof und gehen am Ortsrand von Hartlanden entlang. Der Jakobsweg führt uns weiter über Feld- und Waldwege an einer weiteren Stele und einem  Schwedenkreuz vorbei in Richtung Grasmannsdorf.

Kurz vor Grasmannsdorf treffen wir das erste mal auf die Wegmarkierung des Kunigundenweges (K 1), die uns nun bis zum sog. „Roten Buck“ begleitet. Am Zusammentreffen mit dem Kunigundenweg gehen wir 20 m nach links, gleich wieder nach rechts und auf der Teerstraße hinunter nach Grasmannsdorf (Einkehrmöglichkeit).

Von Grasmannsdorf aus (am Dorfweiher links) folgen wird dem neben der Hauptstraße nach Burgebrach verlaufenden Radweg (auf dem Bild oben fehlt der Radweg noch). Wir überqueren dabei die schöne Nikolaibrücke (erbaut vor 1590) mit ihren 7 Heiligenfiguren, im Volksmund „Brückenheiligen“ genannt.

In Burgebrach (E/Ü/L) gehen wir an der sehenswerten Vitus-Kirche vorbei und durch die Ortsmitte und das historische Tor (heute Rathaus) zur B 22. Diese wird überquert. Ebenso die Gleisanlage der nicht mehr in Betrieb befindlichen Bahnstrecke. Unmittelbar nach den Geleisen biegen wir rechts ab und verlassen Burgebrach durch die Siedlung. Durch einen Wald und einem kleinen Taleinschnitt führt der Weg dann über einen kleinen Höhenrücken und offener Feldflur hinunter nach Dippach.

Dippach durchqueren wir auf der Dorfstraße und biegen an dem kleinen Kirchlein rechts ab. Am westlichen Ortsende biegen wir links ab und folgen wieder links einem Feldweg zum Wald. Unser Weg führt nun durch einen stattlichen Wald bergauf.

Oberhalb der Ortschaft Reichmannsdorf (links in der Ferne) verlassen wir den Wald, gehen auf einem Grasweg am Waldrand entlang und folgen nun der alten Hochstraße, die uns hier als guter Waldweg, der teilweise zum Trampelpfad wird, durch den Wald führt.

Nach zwei Kilometer, wenn durch die Bäume die Ortschaft Bernroth zu erkennen ist, wird der Weg wieder besser. Nachdem der Weg auf eine große Forststraße getroffen ist, geht es nach links und an der nächsten größeren Abzweigung, nach ca. einem Kilometer, nach rechts in Richtung Schlüsselfeld. Am Waldende kommen wir an einer offenen Schutzhütte (links) vorbei. Kurz danach biegen wir rechts ab. Nun ist schon Schlüsselfeld im Blick und wir folgen diesem Feldweg bis zum Ortsrand. Der Straße folgend geht es bergab und rechts zur Schlüsselfelder Schule. Hier folgen wir der Hauptstraße nach links und gelangen, nachdem wir zwischen einer Bäckerei und einer Pizzeria rechts in die Altstadt abgebogen sind, zur sehenswerten Kirche St. Johannes d.T. (gotisch, 14.Jh.). Der Jakobsbrunnen (hinter der Kirche) spendet uns mit seinem Trinkwasser eine willkommene Erfrischung. (E/Ü/L)

Gegenüber der Kirche gelangen wir zum historischen Marktplatz und rechts zum Stadttor hinaus.

Schlüsselfeld – Scheinfeld (22,5 km)

Der Steigerwälder Jakobsweg biegt 100 m nach dem Stadttor nach links zur Stadthalle ab. Er unterquert die Autobahn Nürnberg – Würzburg und führt nach rechts in das Waldgebiet Grabengrund. Durch einen romantischen Talgrund mit Fischweihern gelangen wir zum Waldrand. Dort gehen wir links zunächst am Waldrand entlang und an einer T-Kreuzung wieder links. Wir überqueren einen weiteren Höhenrücken und wenn wir den Wald verlassen ist bereits die Ortschaft Fürstenforst zu erkennen.

Im Ort Fürstenforst geht der Weg steil hinab nach Burghaslach (E/Ü/L). In Burghaslach führt uns der Weg an der Kirche und dem Schloß vorbei über eine alte Brücke. Wir gehen geradeaus weiter und biegen (bei der Raiffeisen) nach rechts in die Ortsstraße Mühlgasse ab.

Kurz nach dem Verlassen von Burghaslach kommen wir am imposanten Hochwasser-Rückhalte-Bauwerk für die Haslach vorbei. Dort können Sie die Füße in einem Kneipp-Becken erfrischen und pflegen. 

Der Weg führt uns nun auf dem geteerten Weg immer dem Tal folgend nach Westen, an Unterrimbach vorbei nach Kirchrimbach. Am Ortsanfang grüßt uns von oben die Mauritiuskirche mit ihrem Fachwerkturm, die aber nur im Sommerhalbjahr sonntags geöffnet ist. Immer geöffnet ist im Ort die Christuskirche die 1903 eingeweiht wurde, die uns zu Ruhe, Besinnung und Gebet einlädt.

Am Ortsrand von Oberrimbach entlang gelangen wir zum Wald, gehen rechts am Waldrand entlang und biegen wieder rechts zu einer Fischerhütte mit Fischteich ab. Dort gelangen wir zur Fahrstraße, die uns links nach Rosenbirkach bringt (E/Ü). 

Am Ortsende überqueren wir die Straße, gehen links auf einem geteerten Feldweg weiter, der an Fischweihern vorbei zum geschotterten Weg wird. Am Waldrand wenden wir uns nach rechts, kommen an einem Fischweiher in den Wald und gehen links auf einem Waldweg weiter der bald zu einem grob geschotterten Weg wird. Diesem folgen wir geradeaus und biegen nach ca. 2 km und einem kleinen Anstieg links in den Wald ab (Achtung!).

Gleich danach biegen wir wieder links auf einen schönen Waldweg ab, dem wir geradeaus folgen. Nach ca. 2,5 km treten wir aus dem Wald heraus, gehen 250 m am Waldrand entlang und biegen rechts wieder in den Wald ab. Dieser Weg (am Anfang liegen durch Waldarbeiten Äste und Abfallholz auf dem Weg der dadurch schlecht zu begehen ist) bringt uns zur Fahrstraße, der wir nach rechts, zur Einsiedelei (ein einzelnes Anwesen, das früher zum Kloster Schwarzenberg gehörte) folgen. Wir gehen auf dieser Straße weiter bis zum Waldrand und biegen dort rechts auf einen Waldweg ab.

Dieser Wanderweg führt zum Schluss über Steinstufen abwärts, an deren Ende wählen wir den linken Wegast, gehen an einem Teich vorbei und gelangen zum Schloss Schwarzenberg.

Hier gehen wir rechts durch das Schlosstor und halten uns links. Am zweiten Durchgang verlassen wir den Schlossbereich, gehen durch die Holztür und auf der alten Auffahrtsstraße hinunter nach Scheinfeld.

Durch das historische Stadttor gelangen wir zum Marktplatz. Dort befindet sich die Touristeninformation Steigerwald.

Scheinfeld – Uffenheim (26,5 km)

Wir verlassen Scheinfeld geradeaus auf der alten Ortsverbindungsstraße (jetzt total verkehrsberuhigt) in Richtung Markt Bibart. Auf dem neu gebauten Fuß- und Radweg entlang der Straße unterqueren wir an der zweiten Unterführung diese, gehen rechts und dann links über den Wiesengrund und eine kleine Brücke in den Ort. Wir kommen an die Ortsdurchfahrt der

B 8, gehen kurz rechts und an der Kirche (geöffnet) wieder links vorbei zum Bahnhof. Durch eine Unterführung queren wir am Bahnhof die Bahnlinie und verlassen dann nach links den Ort auf einer gut ausgebauten Flurbereinigungsstraße in Richtung Wolfsee.

Nach dem Wolfsee biegen wir nach links wieder in den Wald, gehen auf einem Waldweg aufwärts und gelangen nach rechts zum Aussichtspunkt König-Ludwig-Turm.

Am Waldrand entlang und auf schönem Weg durch den Wald treffen wir auf einen breiten geschotterten Weg dem wir nach rechts folgen. Nach ca. 200 m biegt der Wanderweg wieder links in den Wald ab, es ist der Limpurgerforst den wir durchqueren. Nach 5 km nur im Wald kommen wir an die Straße von Krassolzheim nach Nenzenheim.

(Wer über den Aussichtsturm auf dem Iffigheimer Berg gehen will (der Aussichtsturm ist leider nur an Sonntagen im Sommer geöffnet) geht auf der Straße nach rechts bis wir nach 100 Metern links den Hinweis zum Aussichtsturm auf dem Iffigheimer Berg sehen. Diesen Markierungen folgen wir, vorbei an einer Schutzhütte bis zum Aussichtsturm.

 Wir gehen den Iffigheimer Berg auf der anderen Bergseite steil hinab und folgen dem markierten Weg nach rechts. Weiter führt uns der Jakobsweg und der Kunigundenweg durch den Wald.)

Wer diesen Umweg meiden will, geht an der Straße 20 m nach links und biegt rechts in den Wald ab.

Nach 2,5 km treffen wir auf einen kleinen geschotterten Weg. Hier, am sog. „Roter Buck“, verlassen wir den Kunigundenweg der rechts abbiegt und gehen links weiter. Der Steigerwälder Jakobsweg folgt nun der Markierung „roter Löffel“. Dieser Weg führt uns an den Hohen Landsberg mit seiner Ruine, auf die man von der Informationstafel aus nach 300 m trifft. 

Unser Weg führt weiter abwärts, biegt nach links, um dann nach ein paar Schleifen nach rechts aus dem Wald heraus auf ein romantisches Trockental, dem „Oberen Schimmel“, zu treffen. Weiter abwärts, vorbei an einer Unterstellhütte, kommen wir durch die offene Feldflur nach Weigenheim (E).

Wir durchqueren Weigenheim und biegen kurz nach dem Gasthaus (an der abknickenden Vorfahrtstraße, Schild „Sportplatz“) links auf einen betonierten Feldweg ab. Diesem folgen wir ca. 1,7 km, biegen nach einem einzeln stehenden Apfelbaum  rechts ab und folgen dem geraden Weg durch die ausgeräumte intensiv landwirtschaftlich genutzte Flur. In der Nähe eines Gebüsches biegt der Weg links ab um dann bei einem Mast wieder nach links zu schwenken. Nach ca. 300 m biegt der Weg rechts ab und führt auf einem Feldweg kerzengerade zum kleinen Industriegebiet am Nordrand von Uffenheim.

Hier halten wir uns links, gehen durch die Bahnunterführung und erreichen schließlich den Ort und den Anschluss an den Fränkisch-Schwäbischen Jakobsweg, der von Würzburg kommend nach Rothenburg o.d.Tauber und nach Ulm weiter führt.