Pilgerwege

Jakobsweg von Nürnberg nach Eichstätt

Pilgern in reizvoller Landschaft
Wandern im Zeichen der Muschel – seit 2008 führt der Jakobsweg von Nürnberg nach Eichstätt durch den Landkreis Roth. Mit der neu ausgeschilderten Strecke haben heutige Pilger die Möglichkeit, einen der uralten Wege in Richtung Santiago de Compostella zu begehen. Denn schon im Mittelalter wählten die Menschen häufig den Weg von der früheren Reichsstadt Nürnberg über Eichstätt nach Spanien, um in der Domstadt eine Nachbildung des Heiligen Grabes sowie die Gräber der Diözesanheiligen Willibald und Walburga zu verehren.

Den Wanderer erwarten auf seinem 83 Kilometer langen Weg nicht nur zahlreiche Kirchen aus den unterschiedlichsten Epochen, sondern vor allem auch eine abwechslungsreiche, reizvolle Landschaft. Von Nürnberg kommend durchqueren die Pilger zunächst den idyllischen, weitläufigen Lorenzer Reichswald, erreichen das östliche Gebiet des Fränkischen Seenlandes mit dem Rothsee und gelangen schließlich in Richtung Süden in die Vorjuralandschaft im Naturpark Altmühltal mit ihren hohen Felswänden und tiefen Schluchten.

Historische Altorte
Der Jakobsweg von Nürnberg nach Eichstätt verbindet historische Altorte wie das barocke Allersberg oder die mittelalterliche Burgstadt Hilpoltstein, aber auch geschichtsträchtige Landschaftsräume wie das Gebiet um Thalmässing im Naturpark Altmühltal. Noch heute künden zum Beispiel das Vor- und Frühgeschichtliche Museum am Thalmässinger Marktplatz oder das Geschichtsdorf Landersdorf mit den originalgetreuen Rekonstruktionen eines Kelten- und eines Steinzeithauses von den ersten Siedlern.

Die Strecke kann in individuellen Einzeletappen erwandert werden: Zahlreiche Gasthäuser entlang des Weges bieten hervorragende Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten. Die gute Anbindung an das regionale Netz der Deutschen Bahn ermöglicht zudem stets die Rückkehr in den Ausgangsort.