Pilgerwege

Küstenweg (Camino del Norte)

Von den Gründen, die für diese Route sprechen, pflegt man die von dem berühmten Pilger Aymeric Picaud anzuführen, dem es nur darum ging, vor der Barbarei Navarras zu fliehen. Allerdings muss man zugunsten der doch so gastlichen und reizvollen Region anmerken, dass die ersten, die gen Santiago pilgerten, nur wagten, die Küstenregionen zu durchqueren, die einzig befriedete in der turbulenten Zeit des ersten Jahrtausends. Dies war so lange der Fall, bis Burgos zum Königshof wurde. Ausserdem suchten die Pilger unterwegs nach Compostela den Segen noch anderer Reliquien, und viele von diesen wurden im asturischen Königreich aufbewahrt. Wegen aller dieser Gründe wanderte der Grossteil der Pilger von Bayonne (Frankreich) aus, um dann sofort das Baskenland, Kantabrien und Asturien zu durchqueren.

Die Eingangspforte zur Halbinsel ist Irun, wo es eine Pilgerherberge gab. Von dort aus überquerten die Pilger den Fluss Bidasoa auf einer Holzbrücke, primitive Vorstufe zu der heutigen Obwohl es nicht direkt auf dem Jakobsweg liegt, bietet die Nähe von Donostia - San Sebastian eine gute Gelegenheit, diese wunderschöne Stadt kennenzulernen. In Hondarribia erinnert die Wallfahrtskapelle von Santiago an den Durchzug der Menschen, die heute in den Genuss seines kunsthistorischen Erbes kommen

Von Oiartzun führte ein Abzweig von der Hauptroute über Tolosa und Vitoria-Gasteiz bis Burgos. Auf dieser Strecke sind erwähnenswert die Ortschaften Armentia, Miranda de Ebro und das monumentale Briviesca.

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Bilbao - Guggenheim Museum Santilana bei S. Esteban

Aber der Weg ging weiter die Küste entlang über Orio, wo noch immer die Wallfahrtskapelle San Martin de Tours steht, und nach Zarautz, in dessen Kirche Santa Maria la Real sich der Überlieferung zufolge das "Grab des Pilgers" befindet. Der Weg geht von Zumaia nach Guernika-Lumo wo es noch eine Herberge barocken Ursprungs gibt. Wir sind in der Nähe von Bilbao, einer mit seiner Kathedrale Santiago, die auf einer anderen Kirche gebaut wurde, zur Jakobstradition gehörigen Stadt. Dort ist auch die Puerta de los Peregrinos, wobei man auch das volkstümliche Heiligtum der Virgen de Begona nicht versäumen sollte.

Die ganze Küste des Baskenlandes ist übersät mit Pilgerherbergen und dem Apostel gewidmeten Wallfahrtskapellen sowie seinen bildlichen Darstellungen (wie dem Santiago Matamoros von Santa Maria de Portugalete).

In Kantabrien gibt es davon nicht weniger, vor allem Santona ist in dieser Hinsicht zu erwähnen (zur alten Pilgerherberge gesellt sich die schöne spätgotische Kirche Santa Maria del Puerto). In nicht allzugrosser Entfernung liegt das gastfreundliche und ruhige Santander, das den Schatz seiner religiösen Architektur (die Kathedrale steht auf den Grundmauern der Kirche Cuerpos Santos) mit dem Reiz seines Stadtbildes verbindet (nicht zu versäumen das Schlösschen der Magdalena).

Nach wenigen km kommt Santillana del Mar, Kulturdenkmal in seiner Gesamtheit, in unmittelbarer Nähe die Höhle von Altamira. Ausserdem stellte die romanische Stiftskirche Santa Juliana einen Höhepunkt für diejenigen dar, die von hier aus den Französischen Weg nach Frómista zu erreichen suchten.

Das auf der Provinzgrenze gelegene San Vicente de la Barquera besitzt noch zwei der Pilgerherbergen, die es dort früher gab. Hier betreten wir das Fürstentum Asturien, wo wir ausser der Herberge in dem schlichten Hafenstädtchen Llanes das romanische Kloster San Salvador de Celorio besuchen, bevor wir das schöne Ribadesella erreichen (Kirchen Santa Maria Magdalena und Nuestra Seora de la Gufa; Höhlen von Tito Bustillo).

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Oviedo - S.M. Naranca Oviedo - S. Julian

Die Berge kündigen das nahe Oviedo an. Die Hauptstadt des asturischen Königreiches war bevorzugtes Ziel der Pilger, die dort die Kathedrale San Salvador aufsuchten, deren künstlerischer Wert nur mit den umliegenden vorromanischen Gotteshäusern vergleichbar ist. Der Zufluss von Pilgern schuf eine Variante des Weges, die von León aus über den Pass Puerto de Pajares nach Oviedo führte. Vom asturischen Königshof (der den Gedanken des Jakobsweges in die ganze Welt ausstrahlte) aus nahm man erneut den Weg nach Westen und folgte dabei zwei Varianten: die erste verlief über Los Oscos bis Grandas de Salime und überquerte dabei den Pass Acebo um bei Fonsagrada galicische Lande zu betreten. Dann richtete sie sich weiter nach Süden bis Castroverde (Kirche in Vilabade, Jakobskirche in Castroverde) und Vilar de Donas, in der Nähe von Lugo. Die andere Variante nahm den Pass Puerto de la Espina, von wo sie die Grenze zu Galicien bei dem Fluss Eo erreichte, den man von Castropol aus mit dem Schiff überqueren musste.

Ribadeo (romanische Kapelle der Virgen del Camino; kunsthistorisch interessante Gebäude wie der Pazo de los Moreno), die erste Stadt auf galicischem Boden, nahm in ihrem Hafen die Pilger aus dem Norden in Empfang. Diese gingen dann weiter entlang der Küste bis nach Foz (Kirche des Santiago), nachdem sie die schier unglaubliche Schönheit des Strandes As Catedrais hatten bewundern können

In Foz richtet sich der Weg zum Landesinneren hin bis Vilanova de Lourenzá (Kloster Santa Maria de Vilanova, Grabmal des Conde Santo), und, nachdem er die Berge durchquert hat, erreicht er das monumentale Mondonedo, heute zum Kulturdenkmal erklärt. Dann steigt man in die Ebene hinab nach Vilalba (Kirche San Roque, Ethnographisches Museum, Turm der Grafen von Andrade) und kommt nach Baamonde (Kirche Santiago, Kreuze und eine moderne Skulpturengruppe).

In Parga kommt man über eine mittelalterliche Brücke auf dem Weg nach Sobrado dos Monxes, wo ein imposantes Zisterzienserkloster steht (Santa Maria), das eine Mischung von Architekturstilen aufweist. Von dort kommt man nach Arzúa (Kirche Santiago und Pilgerherberge), wo man auf den Französischen Weg zurückkommt.

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