Pilgerwege

Somport-Pass und Aragonesischer Weg

(Natürlich ersetzt die nachstehende kurze Wegbeschreibung nicht einen ausführlichen Pilgerführer mit Übernachtungsmöglichkeiten, z.B. Raimund Joos & Michael Kasper, Spanien: Jakobsweg Camino Francés, Outdoor Verlag)

Die Anreise zum Somport-Pass kann auf zweierlei Weise, von Spanien und von Frankreich aus erfolgen.

Von Spanien:
Mit dem Flugzeug nach Bilbao oder Pamplona. Mit dem Bus von Bilbao nach Pamplona. Von Pamplona mit dem Bus nach Jaca (Fahrtzeit ca. 2 Std.), dort umsteigen in den Bus der sie zum Somport-Pass bringt.

Von Frankreich:
Entweder mit dem Zug über Paris – Orléans – Limoges – Toulouse – Pau.
Oder die schnellere Strecke: Paris – Tours – Bordeaux – Pau. Von Pau weiter mit dem Zug nach Oloron-Sainte-Marie und von hier mehrmals am Tag mit dem Bus zum Pass (Fahrzeit ca. 1 ¼ Std).

Mit dem Flugzeug nach Pau oder Lourdes, dann weiter s. oben Frankreich.

Entfernungen

Km Ort Übernachtungsmöglichkeit
Oloron   Centre du Bialé, 10, rue Revol, 88 Pl., Tel 05-59-39-15-29 ; HR,
Chambre et table d’hotes – Gite, Mr Pierre Larocque, 18 rue de Révol, 19 Pl., Tel 05-59-36-10-13
16 Sarrance Accueil Notre-Dame au monastère tel. 05-59-34-54-18
8 Osse en Aspe Gite d’étape Chaneü, 18 Pl., C
1 Bedous Gite le Mandragot, 28 Pl., CH, C
6 Accous Accueil Pèlerin Presbytère, 10 Pl.,
Gite d’étape Despourrins, 23 Pl., CH, HR
12 Etsaut Gite d’étape Maison de l’ours, 53 + 20 Pl., HR
oder Borce Gite Hospitalet Saint Jacques, 6 Pl.,
Gite Le Communal, 18 Pl.
9 Urdos Camping, HR
13 Somport Gite du Somport (franz.), 12 Pl
Refuge Aysa (span), 55 Pl.
1 Candanchu Refuge Aguila, 58 Pl.
Refuge Valle de Aragon, 75 Pl.
Refuge Santa Cristina, 50 Pl.
10 Canfranc Estacion, Auberge Pepito Grillo, 62 Pl.
7 Canfranc Pueblo Auberge Sargantana, 100 Pl., R
8 Villanua Auberge de Jeunesse, 100 Pl.
Refuge Triton, 54 Pl.
11 Jaca Refuge, Calle Conde de Aznar, 64 Pl.
Auberge de Jeunesse, 200 Pl., HR, CH
15 Santa Cilia de Jaca Refuge 24 Pl., CH
10 Arres Refuge, 16 Pl.
19 Artieda Refuge, 20 Pl.
11 Ruesta Refuge, 60 Pl.
12 Undués de Lerda Refuge, 56 Pl.
11 Sangüesa Pension El Pirámide, 15 Pl.
Refuge Hermanas de la Caridad, 12 Pl.
22 Izco Refuge, 8 – 15 Pl.
8 Monreal Refuge, 20 Pl.
15 Tiebas Refuge, ca.25 Pl.
19 Puente la Reina Herberge Priesterseminar ca. 100 Pl.
Albergue Santiago Apostol, 100 Pl.

CH = Chambre d’hotes; R = Restaurant; HR = Hotel-Restaurant; C = Camping

Mögliche Etappen: km
1. Oloron – Somport – Canfranc 10
2. Canfranc – Jaca 20
3. Jaca – Santa Cruz de la Serós 15
4. Santa Cruz – Peña – Arres 17
5. Arres – Artieda 18
6. Artieda – Leire 21
7. Leire – Sanguesa 17
8. Sanguesa – Izco 19
9. Izco – Tiebas 24
10. Tiebas – Puente la Reina 19

In Oloron-Sainte-Marie ist es empfehlenswert die Kathedrale „Sainte-Marie“ zu besuchen.Vom Bahnhof am Kreisverkehr rechts die Av. de la Gare gehen, dann links in die Rue Carrerot abbiegen. Dann rechts die Rue de Revol (hier finden Sie bei der Nr. 10 die Herberge „Gite Centre d’accueil le Bialé) hoch zur Kathedrale aus dem 12. Jh.

Gleich nach der Ecke Rue de Revol mit der Rue Adoue (N 134) fährt der Bus mehrmals am Tag zum Somport-Pass hoch.

Unterkunft ist am Somport-Pass möglich. Hier startet auch der „Aragonesische Weg“, der ebenfalls mit dem gelben Pfeil gekennzeichnet ist.

Zuerst steiler Abstieg über Treppen, dann Grasweg abwärts, später steiniger, steiler Abstieg. Vorbei an Canfranc-Estación, ein beeindruckender alter Bahnhof. Vorbei an den neuen Tunnels und auf schönem Waldweg nach Canfranc (Ü in Herberge, Einkehr).

Auf steinigen Wegen weiter bergab. Hinter Villanúa neben der N 330 auf einem schönen Höhenweg, dann die Straße überqueren und rechts neben der Nationalstraße nach Castillo de Jaca.

Bergab durch das Dorf, und dann nach ca. 1 km durchqueren sie über Quadersteine ein Flußbett. Weiter auf einem steinigen Weg, unter der Nationalstraße durch und weiter nach Jaca (Ü in schöner Herberge od. Hotel, Einkehr).

Auf dem Weg von Jaca nach Santa Cilia de Jaca besteht die Möglichkeit das sehenswerte Kloster San Juan de la Peña zu besuchen, allerdings mit einer langen und anstrengenden Etappe von ca. 32 km. Dazu biegen sie ca. 5 km hinter Jaca nach links von der Piste ab und folgen dem markierten Weg zum Kloster.

ine Alternative gibt es aber auch. Folgen sie dem aragonesischen Weg weiter (gelbe Pfeile) in Richtung Santa Cilia de Jaca bis zum Hotel Aragón. Dazwischen müssen sie auch einen breiten Bach überqueren, der evtl. bei Regenwetter Probleme machen kann.Kurz hinter dem Hotel biegt links eine Straße ab, die nach 4 km den Ort Santa Cruz de la Serós erreicht. Hier gibt es ein Hotel. Von hier kann man sich dann mit dem Taxi zum Kloster fahren lassen.

Am nächsten Tag zurück zur Landstraße und an dieser entlang nach Santa Cilia de Jaca und weiter nach Arres (Pilgerherberge, herrliche Aussicht auf die Pyrenäen).

Von Arres steiler Abstieg, aufpassen bei Nässe, schöner Weg aber sie müssen zwei breite Bäche durchwaten und dann hinauf nach Artieda. (Herberge und Restaurant)

In Artieda haben wir uns entschlossen am rechten Ufer des Yesa-Stausees entlang und dann hoch zum Kloster Leyre zu gehen. Nur Teer und an der vielbefahrenen N 240 entlang. Der Abzweig hoch zum Kloster ist leicht zu übersehen, ca. 3 km lang und ebenfalls nur Teer. Am Kloster gibt es ein (teueres) Hotel. Wir haben im Kloster nach einer Unterkunft gefragt und ein kleines Zimmer mit einem Stockbett bekommen (heute nicht mehr möglich).

Die Strecke von Leyre bis Sangüesa wieder nur Landstraße. In Sangüesa gibt es eine Herberge, aber auch Hotel und Hostal. Santiago-Kirche (leider geschlossen) und die reich geschmückte Kirche Santa Maria la Real.

Hinter Sangüesa haben wir wieder den markierten Weg verlassen weil wir über Liédena und die Lumbier-Schlucht laufen wollten. Die Schlucht ist zwar sehr sehenswert, der weitere Weg nach Izco ist schlecht markiert, schmal, anstrengend, zugewachsen und teilweise steil, eher nicht zu empfehlen. Nach Überquerung der N 240 ging es auf einem breiten Weg aufwärts, der dann in den markierten Weg von Sangüesa einmündet und auf einem Feldweg nach Izco führt.Herberge in der Ortsmitte, Lebensmittel können bei der Hospitalera gekauft und in der Küche zubereitet werden.

Von Izco zunächst schöner breiter Feldweg und gute Wege bis Monreal. Weiter auf schmalen, teilweise steilen Bergwegen, die bei Nässe evtl. glatt werden. Zum Schluss noch ein steiler Anstieg nach Tiebas. Herberge und Einkehrmöglichkeit.

Ab Tiebas geht es erst an der Autobahn entlang, dann unter der Autobahn durch und zum nächsten Dorf auf einem Feldweg. Dort unter der Bahnlinie durch und auf Asphalt zum Dorf Olcoz. Danach schöner Weg am Hang entlang und ins Tal hinab. Einkehrmöglichkeit im Dorf Enériz. Dem Wegverlauf weiter folgen und dann nach rechts auf einem Pfad zur Kirche Eunate.

Von hier gelangt man über Obanos oder direkt nach Puente la Reina.