Verein

Geschichte der Fränkischen St. Jakobus-Gesellschaft Würzburg e.V.

18 Freunde des Hl. Jakobus (span. Santiago von Sant Iago = Sankt Jakob) und seiner großen Pilgerfahrt machten sich im Jahr 1988 zu Fuß auf den Weg von Würzburg zum Grab des Apostels in Santiago de Compostela im äußersten Nordwesten Spaniens (Galicien), das nach 2.500 km im Sommer des Hl. Jahres 1993 erreicht wurde. Die Wiederbelebung der Pilgerschaft nach Santiago de Compostela konnte damit verwirklicht werden. Aus dem Kreis dieser Santiagopilger wurde im Dezember 1988 ein gemeinnütziger Verein gegründet: die Fränkische St.-Jakobus-Gesellschaft Würzburg e.V.. Inzwischen zählt die Gesellschaft knapp 1.500 Mitglieder und viele Freunde in ganz Europa.

Im Juli 1999 wurde von uns die Teilstrecke von Würzburg nach Ulm über Rothenburg ob der Tauber und Rosenberg-Hohenberg als Jakobusweg eröffnet. Seit 2003 ist die Strecke Fulda-Schweinfurt-Würzburg-Ulm bis Santiago vollständig als Jakobusweg ausgeschildert. Weitere von uns ausgewiesene oder unterstützte Wege: tschechische Grenze bei Eslarn nach Nürnberg und weiter über Heilsbronn nach Rothenburg, Eschlkam an der tschechischen Grenze über Regensburg und Eichstätt zum Bodensee, Aschaffenburg nach Colmar, Lichtenfels-Bamberg-Nürnberg, Hof-Bayreuth-Nürnberg.

Unterstützt von der Fränkischen St. Jakobus-Gesellschaft wurde eine spanische Pilgerherberge aus dem 15. Jh. in Grañón, Rioja, renoviert. Die Herberge ist durch ihre herzliche Atmosphäre und durch die spirituelle Pilgerbetreuung bei den Pilgern sehr beliebt. Eine weitere Herberge unterstützen wir in Bouzais, am historischen Weg von Vézelay gelegen. Der Pilgerherberge in Gaukönigshofen stifteten wir die Innenausstattung. Zur weiteren Ausstattung und zum Unterhalt sind Spenden sehr willkommen. Eine steuerlich absetzbare Spendenbescheinigung stellen wir gerne aus.

Für ihr Engagement in der Jakobuspilgerschaft wurde die Fränkische St. Jakobus-Gesellschaft im Mai 2000 von der Erzbruderschaft der Kathedrale in Santiago de Compostela zum Ehrenmitglied ernannt. Die Gesellschaft erhielt im Jahr 2010 für ihre Verdienste um den Jakobsweg den Elias-Valiña-Preis. Den „Nobelpreis der Jakobuswelt“ hat die galizische Regierung 1996 ins Leben gerufen und verleiht ihn seither jährlich. Unsere Jakobsgesellschaft ist die dritte nichtspanische Organisation, die diesen Preis erhalten hat.

Kunsthistorische Vorträge, Konzerte, Diavorführungen sowie Informationsabende für künftige Pilger bieten wir ebenfalls an. Tages- oder Wochenendwanderungen, meist zu Jakobus-Stätten, dienen dem gemeinsamen Erleben und stimmen ein auf künftige Pilgerwege.

Die Zeitschrift „unterwegs – im Zeichen der Muschel“ erscheint viermal jährlich und informiert alle Mitglieder über die Themen Pilgern, Jakobswege sowie Unternehmungen unserer und anderer Jakobus-Gesellschaften (Link). Die Zeitschrift inkl. Versand ist im Mitgliedsbeitrag bereits enthalten. Dieser ist steuerlich absetzbar.
Der Pilgerausweis ist für Mitglieder ebenfalls kostenlos.

Die Fränkische St. Jakobus-Gesellschaft bietet allen potentiellen Santiagopilgern Rat und Information durch erfahrene Pilgerberater an.