Pilgerwege

Pilgerwege in der Schweiz

Allgemeine Infos zu den Wegen in der Schweiz

Der Schweizer-Jakobsweg ist als ‘Via Jacobi’ zusammen mit einer Nummer 4 ausgeschildert (Es gibt in der Schweiz 12 Kulturwege – der Jakobsweg hat die Nr. 4 erhalten…). Er beginnt sowohl in Rorschach wie in Konstanz/Kreuzlingen. Beide Zweige sind offizielle Jakobswege und führen nach Einsiedeln.

Der Weg ab Rorschach ist für die Leute vom Münchner-Jakobsweg her via Lindau, dann mit dem Schiff direkt über den Bodensee erreichbar. Er führt in einer ersten Etappe nach St.Gallen, wo es auch eine typische Pilgerherberge gibt. Eine knappe Übersicht zu den Wegen nahe Deutschland ist hier mit Karte zusammen gestellt: https://www.pilgern.ch/jakobsweg/schweiz/

Zu den Wegführungen durch die Schweiz gibt es die ausführliche Seite jakobsweg.ch des gleichnamigen Vereins: https://jakobsweg.ch/de/eu/ch/. Dieser Verein erstellt parallel zur grossen schweizerischen Vereinigung der Freunde des Jakobsweges eine Unterkunftsliste. http://www.viajacobi4.ch/Gites/gites-de.htm
Beide Listen und eine Liste mit besonders günstigen Unterkünften sind hier zusammen publiziert: https://www.pilgern.ch/links/herbergen-unterkuenfte/

Jakobsweg Schweiz – Via Jacobi – Swiss Camino

Durch die Schweiz führt der Jakobsweg als ‚viJakobsweg Schweiz – Via Jacobi – Swiss Caminoa-jacobi Nr. 4‘.

Swiss Camino, ab Rorschach via St. Gallen nach Einsiedeln (herkommend von München oder Augsburg via Lindau oder Bregenz). Er verbindet den Bodensee mit dem Genfersee.
Der sogenannte Schwabenweg führt von Konstanz nach Einsiedeln, der Appenzeller-Weg von Rankweil via St. Peterzell nach Einsiedeln.
Von Einsiedeln geht es weiter entweder über das Flüeli-Ranft, den Brünigpass, nach Fribourg, Romont, Lausanne und Genf.

Eine Variante führt via Luzern nach Rüeggisberg und Fribourg. Auch dort gibt es eine Variante via Payerne nach Moudon und Lausanne.
In Genf schliesst sich die ‚via gebennensis‘ nach Le Puy an.
Der Begriff ‚via jacobi‘ wird seit 2007 für die Schweizer Jakobswege gebraucht.  (https://www.pilgern.ch/jakobsweg/schweiz/)

.

Abschnitte des Jakobsweg-Via Jacobi

Der St. Galler Weg nimmt die Pilger herkommend von München über Lindau oder Bregenz auf. 
Von Bregenz führt der Weg über St. Margrethen nach Rorschach. Dort stoßen die Pilger von Lindau her dazu. 
Weiter führt der Pilgerweg nach St. Gallen, Herisau, St. Peterzell. Dort mündet der Appenzeller Weg ein.  (https://jakobsweg.ch/de/eu/ch/weg/rorschach-einsiedeln/)

 

Der Konstanzer- oder Schwaben-Weg beginnt in Konstanz am Bodensee und führt dann über Kreuzlingen nach St. Magarethen. Von da geht es dann weiter über Oberwangen und Steg im Tösstal im Zürcher Oberland nach Rapperswil-Jona am Zürichsee .

Ab Rapperswil verläuft der Weg über die Rekonstruktion der historischen Holzbrücke Rapperswil–Hurden und den (Seedamm) nach Pfäffikon über den Etzel bis nach Einsiedeln

Dort oder auf dem Etzelpass vereinigt er sich der St. Galler Weg, ehemals Appenzeller Weg mit dem Schwabenweg.  (https://jakobsweg.ch/de/eu/ch/weg/konstanz-einsiedeln/)

 

Der Eisiedel-Brünnigpass auch "Innerschweizer-Weg" genannt führt durch die Urkantone der Schweiz über den Haggeneg-Pass nach Schwyz und weiter nach Brunnen am Vierwaldstäätersee. In Brunnen trifft der Innerschweizer-Weg auf den Schwabenweg und Appenzeller Weg.

Von hier aus geht es mit dem Schiff weiter zur Treib und ab da führt der Weg am linken Ufer über Beckenried nach Stans und weiter hinauf ins Flüeli-Ranft. Dieser Wallfahrtsort auch "Stifter des Friedens und der Versöhnung" genannt, ist weit über die Landesgrenze hinaus bekannt. (https://jakobsweg.ch/de/eu/ch/weg/einsiedeln-bruenigpass/)

 

Der Brünigpass-Amsoldingen -"Berner Oberländer Weg" wählen viele Pilgerinnen und Pilger. Diesen Weg führt durch die wunderbare Berglandschaft mit schneebedeckten Viertausendern. Der Weg zieht sich entlang der Ufer des tiefblauen Brienzer- und Thunersees mit einer einmaligen Bergkulisse und den tosenden Wasserfällen im Hintergrund.

Die gewaltige Schöpfung Gottes erleben sie bei schönem und schlechtem Wetter aus allernächster Nähe. Die hohen Berge, die Gletscher, die grünen Alpwiesen, aber auch die Seen laden zur stillen Betrachtung und Meditation ein. Manche Pilgerinnen und Pilger finden gerade in dieser ruhigen und beeindruckenden Landschaft einen Weg zu sich selbst und zu Gott. 

Der Weg führt vom Brünigpass über Interlaken nach Amsoldingen. (https://jakobsweg.ch/de/eu/ch/weg/bruenigpass-amsoldingen/)

 

Der Amsoldingen-Romont -"Gantrisch/Freiburg-Weg" führt über Amsoldingen, Rüggisberg und Schwarzenburg nach Fribourg. Von dort gibt es die Route über Romont nach Moudon, die andere vRoute geht über Payern nach Moudon. (https://jakobsweg.ch/de/eu/ch/weg/amsoldingen-romont/)

 

Der letzte Abschnitt dieser Strecke ist der Romont-Lausanne-Genève oder  "Weg der Romandie". Er führt von Moudon nach Lusanne am Genfer See und führt dann den See entlang über Allaman, Celigny nach Genf (Geneve. (https://jakobsweg.ch/de/eu/ch/weg/romont-geneve/)

 

.

. Anschlußwege zur Via Jacobi

Route über Basel nach Genf

Der drei Seen Weg - Basel-Payerne ist eine Alternative wenn man die Schweiz von Bern kommend durchquert. Er führt von der Stadt Basel entweder dem Lauf des Birs entlang in den Jura oder gleich sanft bergan, wo schon nach wenigen Wegstunden ein wichtiges Marienheiligtum auf den Wandernden wartet. Nur eine Tagesreise und einige aussichtsreiche Jurahöhen später wird die „Notre Dame du Vorbourg“ erreicht. Von dem spektakulär auf einem Felssporn gelegenen Wallfahrtsort geht es hinunter nach dem jurassischen Kantonshauptort Delémont/Delsberg und dann über Höhen und durch Schluchten und vorbei an stillen Dörfern ins ehemalige Kloster Bellelay. Bald nach der Bezwingung eines Passes, den schon die Römer nutzten, führt unser Weg vorbei an der Kapelle von Péry, die im 9. Jahrhundert nachweislich dem Pilgerheiligen Jakobus geweiht war und somit die älteste Zeugin der Jakobsverehrung im süddeutschen und Schweizer Raum ist. Durch Wälder und Schluchten geht es nach Biel-Bienne. Ein seit dem 14. Jahrhundert als „Pilgerweg“ bezeugter Fussweg führt entlang des Bielersees durch die ausgedehnten Rebberge zur prachtvoll gelegenen Kirche von Ligerz und weiter nach dem Städtchen La Neuveville. Durch fruchtbares Land wandert man auch anschließend und gelangtvdann zum Grosse Moos, den nennt man auch den Gemüsegarten der Schweiz. Teilweise dem Murtensee entlang schlängelt sich der Weg nach dem uralten Avenches und abwechselnd über offenes Land und durch Wälder nach Payerne.

Dort trifft er auf den Via Jacobi den Amsoldingen-Romont -"Gantrisch/Freiburg-Weg" Weg der nach Moudon führt. 

Das letzte Teilstück ist dann wieder der Romont-Lausanne-Genève Weg, der in Genf endet.

drei Seen Weg - Basel-Payerne (https://jakobsweg.ch/de/eu/ch/weg/basel-jura-dreiseen/)

Route über Basel nach Genf

Blumberg – Schaffhausen

Der Weg nach Schaffhausen führt durch ein dünn besiedeltes, landschaftlich reizvolles Hügelgelände mit vielen Wäldern und Trockenwiesen (Kalkböden). Pilgernde steigen zunächst vom Stadtteil Randen am Klausenhof vorbei auf den Hohen Randen und weiter zur grünen Schweizergrenze, welche sie problemlos überschreiten können. An der Schwedenschanze und dem Hagenturm vorbei geht es dann sanft absteigend auf gut gepflegten Waldwegen über Heidenbomm und Talisbänkli ins Hemmentaler-Tal und weiter auf der Hauptstrasse in die Munotstadt Schaffhausen. Dort beginnen der Zürcherweg und der Klosterweg, welche beide auf den Schweizer-Jakobsweg (Konstanz – Einsiedeln, Via Jacobi Nr. 4), der auch Schwabenweg genannt wird, treffen.

Zürcherweg (Schaffhausen – Rapperswil)

Der Zürcherweg führt zunächst entlang des Rheins durch eine einmalig schöne Flusslandschaft ins Städtchen Rheinau, welches mit seiner Klosterinsel in einer Rheinschleife liegt. Rheinau liegt im Zürcher Weinland, einer Gegend mit Rebbergen, vielfältiger Kulturlandschaft und lieblichen Dorfkernen mit prächtigen Riegelhäusern. Weiter geht es auf dem Uferweg bis kurz vor die Thurmündung. In südlicher Richtung führt der Weg ins Flaachtal durch das Naturschutzgebiet "Thurauen" und östlich entlang des Irchels geht es in südlicher Richtung in die Stadt Winterthur. Besonders lohnend ist hier der Aufstieg auf die historisch bedeutsame Kyburg, welche sich auf drei Seiten steil abfallend auf einem Felssport über dem Tösstal befindet. Auf Flur- und Waldwegen geht es von der Burg durch eine liebliche Hügellandschaft nach Pfäffikon, welches am gleichnamigen See liegt. Das letzte Wegstück nach Rapperswil führt über Wetzikon durch die einmalige Hügel- und Moorlandschaft des Zürcher Oberlandes, welche zu Urzeiten vom Linthgletscher geformt wurde. Ein Kleinod ist das Ritterhaus Bubikon, die besterhaltene Kommende des Johanniterordens in Europa. In Rapperswil warten eine pittoreske Altstadt und eine sehr schöne Pilgerherberge auf Pilgerinnen und Pilger. Auf dem Zürcherweg begegnen Pilger einer emsigen und aufgeschlossenen Landbevölkerung und gewöhnen sich rasch an deren Dialekt und den vorzüglichen Landwein oder "Süssmost". Der Weg folgt über weite Strecken historisch belegten Verkehrswegen. Mit Ausnahme weniger Teilstrecken führt er entlang gelb signalisierter Schweizer Wanderwege. Eine spezielle Zürcher- oder Klosterweg-Markierung auf Wegweisern gibt es noch nicht. Den Pilgern wird empfohlen, sich an die gelben Wegweiser von Schweizer Wanderwege und die entsprechenden Wanderkarten, welche auf der Webseite www.jakobsweg.ch abgerufen werden können, zu halten.

Thurgauer Klosterweg (Schaffhausen-Tobel)

Dieser Weg führt durch eine Fluss- und Hügellandschaft durch schmucke Dörfer und kleinere Städtchen bis zur Johanniterkomturei in Tobel. Der Name „Thurgauer Klosterweg“ leitet sich von den zahlreichen ehemaligen Klöstern und kunsthistorisch bedeutsamen Kirchen und Kapellen her, an denen der Weg vorbeiführt.  Diese Orte laden die Pilger zum Rasten und zur Einkehr ein.

(https://jakobsweg.ch/de/eu/ch/weg/blumberg-rapperswil-tobel/)