Pilgerwege

Herbergssituation auf der Via de la Plata 2007

Via de la Plata, 27. April bis 17. Mai 2007, Sevilla – Salamanca

Herbergensituation, wie ich sie erlebt und gesehen habe.

Guillena:
Die Notunterkunft existiert im Polideportivo (Sportzentrum) noch, auch wenn gleichnebenan sich eine Baustelle befindet. Im Ort gibt es außerdem z. Bdas Hostal Frances, 20,00 Euro pro Person ohne Frühstück, die Zimmer sind sehr freundlich und sauber.

Castillblanco de los Arroyos:
Man kann den Schlüssel an der Tankstelle holen, aber dieHerberge hat gar kein Schloß. Geräumig, Decken vorhanden, lauwarme Dusche. Balkon undWäscheleinen. Es wird um eine Spende für die Unterhaltung gebeten.

Almaden de la Plata:
Große Herberge, Decken vorhanden, Duschen warm, keine Küche, abergroßer Aufenthaltsraum. Übernachtung 6 Euro.

El Real de la Jara:
Pilgerherberge 8 Euro, sehr urig durch die kleinen Gewölberäume,Duschen, 2 Mini-Bäder, warmes Wasser, Mini-Küche, 12 Bettenin 3 Zimmern, Decken. Schlüssel und Stempel besorgt man sich am Hauptplatz im Rathaus,man erhält dort eine Wegbeschreibung, wie man zur Herberge findet. Im Ort gibt es weiterhineine private Herberge, die sich direkt am Jakobsweg durch den Ort auswärts befindet.

Monesterio:
Die Herberge im Hause des Cruz Roja existiert nicht mehr. Ein Zettel entschuldigtsich für die Unannehmlichkeiten. Bleibt das Hotel Moja nebenan(19 Euro pro Person im Doppelzimmer inkl. Frühstück, sehr schöne und saubere Zimmer) odereine andere Unterkunft.

Fuente de Cantos:
Touristische Herberge, schön hergerichtet in ehem. Konvent. Es gibtZimmer verschiedener Kategorien, 12 bis 15 Euro pro Person. Bettwäsche wird gestellt.Duschen mit warmem Wasser. Bei Ankunft bereitete die Hospitalera ein einfaches Mittagessenund abends für alle Pilger ein Abendessen zu für 10 Euro. Es war reichlich und gut. Frühstückgab es keines. Allerdings stehen diverse Getränke-automaten zur Verfügung mit Kaffee- oderKaltgetränken, eine Bar im Ort hat frühmorgens geöffnet, dort kann man auch frühstücken.

Zafra:
Touristische Herberge hatte im Mai geschlossen wegen Renovierung (künftig soll derInhaber der touristischen Herberge von Fuente de Cantos die Herberge in Zafra mitübernehmen). Im Ort gibt es einige andere Unterkunftsmöglichkeiten. Z. B. im Hotel Quijote (ineiner kleinen Seitenstraße vom Hauptplatz weg), der sehr liebe Wirt macht einen Pilgerpreisvon 16 Euro pro Person im Doppelzimmer, Frühstück nicht inbegriffen. Abends wird einPilgermenü angeboten für 8 Euro. Den Hauswein unbedingt probieren!

Los Santos de Maimona:
Herberge ist geöffnet. 2007 keine Übernachtung dort.

Almendralejo:
Nur Hostals, teuer. Almendralejo liegt 4 km abseits der Via de la Plata.

Almazara/Ölmühle:
Touristische Herberge in Ölmühle, geschlossen, scheinbar dauerhaft.

Villafranca de los Barros:
Keine Herberge vorhanden, jedoch diverse andere Unterkunftsmöglichkeiten. Z. B. Hostal Maria (wohl Fernfahrerlokal), 1 km vom Zentrumentfernt, 12 Euro für Pilger im Doppelzimmer, Frühstück nicht inklusive.Die Zimmer sind einfachst und renovierungsbedürftig. Abendessen dort möglich.Der nette Wirt bemüht sich sehr um die Pilger.

Torremegia:
Touristische Herberge im ehem. Palast de Lastra ist geöffnet. Wunderschönrenoviert. Herbergserweiterung ist geplant. Schöne geräumige Zimmer, Bettwäsche vorhanden,es stehen auch 1 oder 2 Doppelzimmer zur Verfügung. Übernachtung kostete 15 Euro proPerson inklusive Frühstück. Sowohl mittags als auch abends (außer sonntags) gibt es dieMöglichkeit dort zu essen für jeweils 10 Euro. Es ist die erste Herberge, in der ich im Speisesaalan eingedecktem Tisch (Tischdecke, Gläser etc.) gegessen habe. Ein Erlebnis! EinAufenthaltsraumist vorhanden, die Bar ist geöffnet.

Merida:
Herberge am Fluss ist geöffnet. 2007 keine Übernachtung dort.

Aljucén:
Nette kleine Herberge vorhanden, Unterbringung der Pilger in mehreren kleinenZimmern. Küche da, jedoch keine Kochgelegenheit. Duschen warm, 2 kleine Bäder mitToiletten. Aufenthalt im Garten möglich. Die beiden liebevollen Hospitaleras betreiben auch einCasa Rural im Ort, wo man von ihnen zu Mittag und Abend verköstigt wird. Übernachtung10 Euro, Abendessen 9 Euro.

Alcuescar:
Liebevolle Aufnahme und Betreuung im Kloster durch die Priester und dieHospitaleros. Doppelzimmer vorhanden (außerdem noch Schlafsaal), gute Duschen, aber kalt.Besuch der Messe, dann gemeinsames, reichliches und gutes Abendessen. Es wird um eineSpende für Übernachtung und Abendessen gebeten.

Aldea del Cano:
Nette kleine Herberge mit 2 Stockbetten in zwei kleinen Räumen, außerdemim großen Einheitsraum davor (Küche, Waschmaschine, Kühlschrank, Tisch mit Stühlen undSchrank sowie offener Kamin) 4 blaue Sportmatten für weitere Pilger vorhanden. 1 Dusche mitwarmem Wasser, 1 Toilette. Im angebauten Nebengeäude wurde im Mai gebaut, daher etwasLärm und Schmutz. Übernachtung 3 Euro, man zahlt im Hostal nebenan, wo man auch denStempel und ggf. den Schlüssel für die Herberge erhält.

Cáceres:
Die öffentliche Herberge war im Mai komplett belegt, da in der Stadt das jährlicheMusikfestival stattfand. Die private Herberge war geschlossen (wie lange ist mir leider nichtbekannt). Es gibt in der Stadt viele Unterkunftsmöglichkeiten. Z. B. Hotel Don Jose (in derStraße, die vom Hauptplatz weg Richtung Busbahnhof führt), 24 Euro pro Person imDoppelzimmer, Frühstück nicht beinhaltet. Alles schön und neu eingerichtet, nette Inhaber.

Casar de Cacares:
Herberge direkt in der Stadt, kleine Küche vorhanden. 2007 nicht dortübernachtet.

Albergue de Alcantara/Tajo-Stausee:
Touristische Herberge. Grundsätzlich geöffnet, mansollte jedoch vorher möglichst anrufen, da an Ausnahmetagen auch einmal nicht geöffnet war(dann hing ein Zettel an der Türe). 2007 nicht dort übernachtet, jedoch Mitpilger, von denen ichfolgende Informationen erhielt: Großzügige Herberge mit traumhaftem Blick auf den Stausee.Baden möglich. Duschen i. O., warmes Wasser, jedoch im Mai kein Licht in den Sanitärräumen.Es gab Abendessen bei den Holländern nebenan. Sollte aus irgendeinem Grund die in denPilgerführern veröffentlichte Handy-Nr. der Herberge nicht stimmen, so kann man sichtelefonisch auch an das Hostal der Holländer nebenan wenden, die die aktuelle Tel.Nr. derHospitaleros der Herberge kennen.

Cañaveral:
Mini-Herberge und Hostal vorhanden. 2007 nicht dort übernachtet.

Grimaldo:
Nette kleine Herberge, wurde gerade von den Freiwilligen geputzt. SanitäreEinrichtung gut, Bar nebenan macht Mittag- und Abendessen und Herberge bei Donation.2007 nicht dort übernachtet.

Galisteo:
Sowohl Pilgerherberge als auch private Herberge vorhanden. 2007 nicht dortübernachtet, jedoch von Mitpilgern erfahren, dass beide geöffnet sind.

Carcaboso:
Keine Herberge vorhanden. Übernachtung bei Señora Elena möglich, die diePilger liebevoll betreut. 2007 keine Übernachtung dort.

Oliva da Plasencia:
Um die lange Etappe zwischen Carcaboso und Aldeanueva del Caminoabzukürzen, kann man z. B. hier übernachten (andere Pilger zogen die Übernachtung inHostals 2 km abseits der Via de la Plata vor, diese werden in den Pilgerführern erwähnt, dieWirte holen in der Regel die Pilger bei Caparr ab). Es gibt in Oliva da Plasencia einetouristische Herberge der Via de la Plata, die wirklich wunderschön hergerichtet ist.Übernachtung 15 Euro inkl. Frühstück, das man sich selbst zubereiten kann. Bettwäsche undHandtücher vorhanden, Duschen warm. Die Mehrbettzimmer sind auf mehrere Stockwerkeverteilt. Hospitalera Monica, die gut Englisch spricht, bietet ein reichliches und gutesAbendessen an für 10 Euro im Hogar del Pensionista. Der Weg zur Herberge führt ab VentaQuemada ca. 6 km nach Oliva da Plasencia. Man muss dann anderntags nicht wiederzurückgehen, sondern kann direkt von Oliva über einen markierten Wanderweg weitere ca. 6km nach Caparra gehen. Der Weg verläuft sehr schön. Verschweigen möchte ich jedoch nicht,dass er das Gebiet einer Finca durchquert, wo (eingezäunt) links und rechts Kampfstiereweiden.

Aldeanueva del Camino:
Die Herberge könnte in dem renovierten Haus sehr schön sein.Leider etwas verwahrlost. Boiler oben kaputt, keine Küche, Türklinke außen abgebrochen, Müllauch nach Tagen nicht geleert. Die Hospitalera wohnt 3 Türen weiter, dort gibt es den Stempel.Übernachtung gegen Spende.

Calzada de Bejar:
Nette private Herberge, drei Bettenkategorien: absolut blank, mit Deckenund Kopfkissen und Einzel/Doppelzimmer. Es gibt ein schönes Abendessen und zum Frühstücksteht alles für jeden auf einem Tablett da. Wenn man zur Mittagessenzeit ankommt, kann manauch dann Kleinigkeiten haben.

Fuenterroble de Salvatierra:
Das Pfarrhaus des Pfarrers Don Blas ist groß. Derzeit ist DonBlas bemüht, die Pilger in die neu gebauten kleinen Gebäude außerhalb des Pfarrhauses zuverlagern. Daher werden die im Pfarrhaus bestehenden Bäder, die mittlerweile abgewohnt sind,aber derzeit noch benutzt werden, wohl nicht mehr renoviert werden. Eine Küche ist vorhanden,im Mai wurde für die Pilger teilweise mittags oder abends gekocht. Man kann jedoch auch inden beiden Bars essen gehen und in einer davon einkaufen. Don Blas bietet je nachverfügbarer Zeit abends Pilgermessen mit Pilgersegen an.

Pedrosillos de los Aires:
Dieser Ort liegt zwar nicht an der Via de la Plata, doch wenn manBedenken hat, in San Pedro de Rozados oder Morille ein Bett zu bekommen (weil inFuenterroble viele Pilger übernachteten, empfiehlt sich der Weg dorthin, es sind ca. 20 km vonFuenterroble aus). Es gibt eine Pilgerherberge auf Spendenbasis. Es gibt 2 Stockbetten und einDoppelbett sowie reichlich Platz für Isomatten. Außerdem gibt es eine Mikrowelle und einWaschbecken sowie Toilette. Allerdings keine Dusche. In dem Ort gibt es eine Einkaufsmöglichkeitsowie 3 Bars, die auch Essen anbieten. Die Herberge befindet sich neben einerBar, die auch den Schlüssel für die Herberge ausgibt. Don Blas in Fuenterroble beschreibtgerne den Weg nach Pedrosillos. Am nächsten Tag kann man nach Morille weitergehen(ca. 12 km).

San Pedro de Rozados:
Keine Notunterkunft mehr, sondern eine nette kleine Herberge derBar im Ort. Bettwäsche auf dem Bett (!!) und eine Frühstückskarte auf dem Nachttisch (!!). 2007nicht hier übernachtet.

Morille:
Mini-Herberge mit 4 Betten. Geöffnet. 2007 nicht hier übernachtet.

Salamanca:
Sehr schöne Herberge in unmittelbarer Nähe zur Kathedrale, gute Betreuungdurch die wechselnden Hospitaleros. Man sollte lediglich aufpassen, wann man mittagsankommt (am besten bis 12:00 Uhr), da die Herberge danach für ein paar Stunden schließt underst am späten Nachmittag wieder öffnet.

 

Weiter folgt der Bericht eines anderen Pilgers, der die Via de la Plata zwischen 12. Märzund 14. April 2007 von Sevilla nach SdC gepilgert ist.

El Cubo de la Tierra del Vino:
Schöne Herberge gleich in der Kirche. Die Bar Santo Domingozurzeit eine Baustelle. Gutes Essen bei Seniora Carmen.

Zamora:
Studentenwohnheim wegen Ferien geschlossen, alles andere ausgebucht wegenSemana Santa. Aber ein Hostal direkt am Plaza Major hatte Platz.

Riego del Camino:
Gute Herberge mit nettem Innenhof, Sanitär o.k., Essen in Bar auch o.k.Hier gibt es eine markierte Abkürzung Richtung Tabara, damit kann man die Ecke über Moreruela vermeiden.

Tabara:
Die von der Stadt mit sicher einigem Geldaufwand eingerichtete Herberge total versifft,dreckige Betten, Müllberge in Küche und Räumen. Das Hostal Galicia hatte dann noch eineWohnung im Ort mit 3 Schlafzimmern, zwei Duschen für 12,00 Euro pro Person. Was keine derEinheimischen sagen wollte, am Marktplatz gibt es die Casa rural „El roble“ mit Zimmer und prima Abendessen.

Santa Croya de Tera:
Die Spitzenherberge am ganzen Weg bei Anita und Domingo.

Mombuey:
Kleine Behelfsherberge mit ordentlichen Sanitäreinrichtungen. Essen in den Barsan der Hauptstrasse.

Puebla de Sanabria:
keine Unterkunft mehr im Rathhaus, sondern im Nonnenkloster. GroßerRaum, große Duschen (war wohl mal Internat), gute Betten. Essen in der Stadt.

Lubian:
Schöne Herberge im alten Gemäuer. Unten Aufenthaltsraum mit Matratzen und Küche,oben 8 Betten. Tolle Aussicht auf den überwundenen und den kommenden Pass. DieHerdplatten kann man nur zum Händewärmen benutzen. Laden im Dorf vorhanden.

Galicien ist erreicht.
Überall gute, moderne, teils futuristische Herbergen. Super. ZweiMankos: keine Decken und in den Küchen (Supermodern mit Ceranfeldern) meist keine Töpfeund Teller u.a..

Santiago de Compostella:
Das Seminario war geschlossen, angeblich bis Herbst. Ausweichenentweder in das Refugio „Aquarius“ oder nach Monte Gouzo (Buslinie 6).